Heilung der Erde

“Wenn du Gott in der Erde siehst und in der Natur, in den Bäumen, in dem Essen, in dem Atem, dann siehst du überall dieses Göttliche.“
– Sukadev, Begründer vom Yoga Vidya

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Das Herz unserer Heilarbeit der Erde ist ein Bewusstseinswandel von konsumorientiert zu in Verantwortung und Dankbarkeit lebend. In vielen Kulturen wird die Erde als ‘‘Mutter‘‘ betrachtet. Urvölker (wie auch unsere keltischen Vorfahren) haben neben ihren leiblichen Eltern auch Mutter Erde und Vater Himmel geehrt. Im yogischen Kontext heißt die Erdgöttin Bhumi. In Südamerika wird sie Pacha Mama genannt, unsere keltischen Vorfahren nannten sie ‘‘Freya‘‘ oder Frau Holle. Wo auch immer wir auf dieser Erde sind, befinden wir uns in einer lebenslangen Umarmung mit der göttlichen Mutter. Sie manifestiert sich in der Natur, die uns umgibt. Wenn wir atmen, empfangen wir ihr Geschenk – das Prana, die Lebensenergie. Sie nährt uns, sie kleidet uns und die Materialien unserer Häuser entstammen ihr. Unsere Körper bestehen aus dem, was wir gegessen, getrunken und geatmet haben: aus der Erde. Sowie unsere Mutter den Wunsch nach unserem höchsten Wohl immer in ihrem Herzen trägt, sollten auch wir der Erde mit Liebe, Respekt und absolutem Wohlwollen begegnen. Mit Liebe in unserem Herzen ist es leicht zu erkennen, dass die Erde beseelt ist, dass jedes Wesen, jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch ein einzigartiger Ausdruck der göttlichen Schöpfung ist.

Indem wir uns bewusst mit der Erde verbinden, selber die Erde mit unseren Händen liebevoll berühren und auch direkt von ihr ihre Früchte empfangen, sättigen wir das ureigene Bedürfnis unsere Mutter zu kennen. Mit ihr zu SEIN. Dieser Teil von uns, der durch die Entfremdung zwischen Mensch und Natur einen Zustand der Leere erfahren hat, eine Leere, die nach immer mehr geschrien hat, fühlt sich endlich in uns genährt. Das bewusste Leben mit den Jahreszeiten und den natürlichen Kreisläufen bereichert uns Menschen und steigert unsere Lebensqualität.

Bei unserem Heilzentrum soll ein zentraler Teil der Arbeit sein, eine liebevolle und direkte physische Beziehung zur Erde zu pflegen und dafür zu sorgen, dass es der Erde gut geht.

Der Garten bildet das Zentrum unseres Seins und Tuns. Es sollen große Gärten angelegt werden, Gärten zur Selbstversorgung, Kräutergärten, Obstbaumwiesen, Bienenweiden, Plätze der Stille und des Rückzugs, Plätze für große und kleine Kreise, Naturtempel und vieles mehr. Dabei sollen neue Wege gegangen werden, angelehnt an und inspiriert von Pionierarbeit aus den letzten Jahrzehnten wie Permakultur, Conscious-Gardening und Food Forest. Altes überliefertes Wissen darf wieder neu erblühen: Maschinenfreier Ackerbau, Wissen über Heilkräuter u.v.m.. Das Ziel ist, einen Lernort im Garten zu schaffen, in dem regionale sowie internationale naturverbundene Lehrer ihr Wissen zu Themen wie Selbstversorgung, Wildkräutern, Leben im Einklang mit der Natur und Traditionen der Naturvölker weitergeben können.

Wir möchten in diesem landwirtschaftlichen Projekt ein heilsames Bewirtschaften des Landes leben, weitergeben und in die Welt tragen, auf dessen Basis dann weitere Heilarbeit auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene stattfinden kann. Wir bauen eine direkte Beziehung zum Land auf. Mit Achtsamkeit und Präsenz berühren wir die Erde mit unseren Händen. Auch die Kinder sollen daran teilhaben, im Garten sein und aufmerksam beobachten, wie das Leben wächst und die Erwachsenen mit der Umwelt umgehen. Wir schaffen neue Bilder des gesunden Umgangs mit der Erde durch unser TUN.

Projekte die wir anstreben:

Gemeinschaftsgarten

kompost-umsetzen-ausschnittVor Ort entsteht ein Selbstversorger-Projekt, um bis zu 100 Menschen regional zu ernähren. Angelehnt an das innovative Projekt “Lebensfeld Jaksch“(1) vom ehemaligen Demeter-Bauer Hubert Jaksch aus dem Chiemgau versorgt unser Gemeinschaftsgarten ganzjährig bis zu 100 Menschen mit LEBENSmitteln. Der Garten lässt das Wissen der Permakultur, des maschinenfreien Ackerbaus, anthroposophische Ansätze und vieles mehr praktisch erfahrbar werden. Wir erleben wahren Wohlstand und leisten gleichzeitig einen großen Beitrag zu einer ökologisch intakten Umwelt, in dem wir lernen in Harmonie mit der Natur zu leben und uns nach den Jahreszeiten saisonal zu ernähren, von dem was die Erde uns vor Ort schenkt. Unser Ansatz geht über den des ökologischen Anbaus weit hinaus.  Wir benutzen nur 100% samenfeste Sorten und verzichten somit auf die überzüchteten Hybridpflanzen, die auch im Bio Segment den Markt dominieren (ca. 80% aller Pflanzen in der biologischen Landwirtschaft sind Hybride). Hybridpflanzen, die durch Inzucht entstehen, geben zwar im ersten Jahr optisch schöne Früchte, sind jedoch durch die unnatürliche Leistung, die sie vollbringen müssen, so erschöpft, dass ihre Nachkommen zu Kümmerlingen werden und 5 – 10 Generationen (Jahren) brauchen, um sich davon zu erholen. Erst nach langer Zeit sind sie wieder zu einer normalen (natürlichen) Weiterentwicklung fähig. Der Hybridpflanzenanbau verursacht nicht nur für die Pflanzenwelt Leid und Verkümmerung, sondern macht auch den Menschen abhängig von den Saatgutfirmen. Dies finden wir auf globaler Ebene eine gefährliche Situation. Aus diesem ungesunden System möchten wir völlig aussteigen, in dem wir 100% samenfeste Sorten anbauen und auch eigenes Saatgut gewinnen. Hier wird die natürliche Intelligenz jeder Lebensform wertgeschätzt. Dabei dürfen sich die Pflanzen wieder frei entwickeln und erinnern sich so an ihr natürliches Sein. So kann es passieren, dass einzelne Karotten wieder zu ihrer ursprünglichen weißen Farbe zurückfinden oder in ihrer Suche nach den besten Nährstoffen mehrere Wurzeln schlagen. Oft jenseits der Norm in Form und Farbe sind sie voller Vitalität, widerstandsfähig und gesund – wahre Medizin – für unsere Körper. Ihre innere Kraft schenken sie an Mensch und Tier weiter.

Ein weiterer Fokus im Garten wird der Humusaufbau sein. Die Ackerböden der Erde sind erschöpft, überlastet und krank. In Deutschland allein gehen in der Landwirtschaft durchschnittlich zehn Tonnen pro Hektar fruchtbarer Boden durch Erosion und Humusabbau jährlich verloren. Dabei liegt der jährliche natürliche Bodenzuwachs bei ca. einer halben Tonne pro Hektar. So wird der Boden 20 mal schneller zerstört als er sich nachbilden kann. Es ist ein komplexes Thema, doch als Ursache ist bekannt, dass ein zu intensives Bewirtschaften des Landes, das Einsetzen von künstlichen und mineralischen Düngemitteln und das Benutzen von schweren Maschinen erhebliche negative Folgen hat. Durch die Übernutzung des Bodens leidet der Humus, Kleinstlebewesen sterben ab, die Vielfalt der Bodenlebewesen kann sich drastisch verringern und damit nimmt auch die Bodenfruchtbarkeit ab. Gerade diese Kleinstlebewesen sind jeddoch wegen ihre Ausscheidungen für den Boden sehr wichtig. Schon Darwin hat den Wert des Regenwurms erkannt (2)!

Das Gute ist: Es geht auch anders! In dem wir weitgehendst auf die Benutzung von schweren Maschinen verzichten, kommen wir in sehr viel näheren Kontakt mit der Erde, den Pflanzen und den Kleinstlebewesen. Wir achten auf die Fruchtfolge und schenken der Erde die nötige Zeit um sich zu regenerieren, in dem wir sie nicht kontinuierlich bewirtschaften, sondern auch großzügige Pausen zur Erholung einlegen. Wir greifen auf natürliche Mittel zurück um Humus aufzubauen wie z.B. das Anlegen von Terra-Preta Hügeln. All dies steigert die Biodiversität und Artenvielfalt. Die Äcker werden wieder zu blühenden Gärten mit vielen Wildblumen-Sorten, die schon zu lange auf den deutschen Ackerböden fehlen.

Wir möchten Experten einladen, die ihr Wissen an uns in Seminaren und Ausbildungen weitergeben, so dass mit verhältnismäßig geringem Einsatz (ca. 2 – 3 Stunden je Woche in gemeinschaftlichen Arbeitstreffen) eine reichhaltige Ernte für alle Teilnehmer erzielt werden kann, welche in uns ein Gefühl wahrer Fülle entstehen lässt. Die Teilnehmer des Gemeinschaftgartens erfahren wie es ist im Rhythmus der Jahreszeiten ihr Gemüse selber anzubauen, zu ernten und im energieneutralen Winterlager einzulagern, um eine ganzjährige Ernährung vom eigenen Land möglich zu machen und dabei eine persönliche Beziehung zur Erde aufzubauen.

Das Projekt finanziert sich durch einen jährlichen Teilnehmerbeitrag. Das Abwiegen der Produkte fällt damit weg. Teilnehmer zahlen für ihre Beteiligung an dem Projekt und es gibt keine Preisschilder für die selbsterzeugten Lebensmittel.  Jeder darf selber entscheiden, was und wie viel er nimmt. Es ist i. d. R. genug Fülle da, dass die Bedürfnisse aller gesättigt werden. So wird der Druck heraus genommen, dass die Lebensmittel sich mit einem marktwirtschaftlichen Preis vergleichen müssen und nicht in der Dumping-Spirale ihre Qualität verlieren.

Im Kern des Miteinanders auf dem Feld und in den gemeinsamen Arbeitstreffen steht der Gemeinschaftsgedanke: Jeder ist wichtig und jeder bringt sich mit seinen persönlichen Gaben ein. Dabei müssen wir nicht gleich sein und uns auch nicht auf gleiche Art einbringen.  Denn auch unter uns Menschen ist Vielfalt wichtig. Familien sind herzlichst eingeladen mit ihren Kindern (alle Altersklassen) dabei zu sein. Die Kinder, die Mütter, die Familien werden von der Gemeinschaft getragen. Kein Kind ‘‘stört‘‘. Es wird ein Bewusstsein gepflegt, dass jedes Kind ein Geschenk an die Gemeinschaft ist. Sie sind die Zukunftsträger und dürfen in einem Feld aufwachsen, in dem sie den heilsamen Umgang mit der Erde von Anfang an mitbekommen.

(1) Das Lebensfeld Jaksch liegt im Chiemgau und wurde vor einigen Jahren vom ehemaligen Demeter Bauern Hubert Jaksch ins Leben gerufen. Trotz florierendem Demeter-Betrieb ließen ihm die Abläufe im herrschenden System, der immerwährende Druck nach noch mehr Leistung & Wachstum und billiger zu produzieren keine Ruhe, denn in seinen eigenen Worte: ‘‘Der Preis dafür ist hoch: Wer wird die Rechnung des Humusabbaus, der verzüchteten Hybridpflanzen und Hybridtiere, die auch in der biologischen Landwirtschaft längst Einzug gehalten haben, bezahlen? Zuerst leidet unser gesamtes Bodenleben, Nutzpflanzen und Nutztiere unter der „Wirtschaftlichkeit“ unserer modernen Welt. Am Ende der Kette stehen jedoch wir Menschen und wir werden diese Rechnung letztlich bezahlen müssen.‘‘ Er stieg aus dem bisherigen landwirtschaftlichen System aus und gründete das Lebensfeld Jaksch, wo er die Teilnehmer im Humusaufbau, Gemüseanbau und der Pflege der verschiedenen Gemüsekulturen unterrichtet und dabei 100% samenfeste Gemüse-, Getreide- und Obstsorten anbaut. Momentan sind ca. 100 Familien und Einzelpersonen an dem Projekt beteiligt und mit ca. 2 – 3 Stunden Zeit pro Woche wird eine Selbstversorgung für das gesamte Jahr erzielt. Weitere Infos gibt es auf  www.lebensfeld-jaksch.de.
(2) Charles Darwin (1809-1882), der heutzutage fast nur für seine Evolutionstheorie bekannt ist (die er selber am Ende seines Lebens revidiert hatte), hat mit großer Leidenschaft die Regenwürmer erforscht und als erster Wissenschaftler den kleinen Tieren Intelligenz attestiert. Seine umfangreiche Forschung „Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer“ entstand aus seiner großer Faszination für diese Kleinstlebewesen. Er hat durch seiner Forschung bewirkt, dass die Regenwürmer in der Landwirtschaft als wertvolle Nützlinge und nicht mehr als Schädlinge betrachtet wurden.
The Orchard

2016-10-29-obstbaeumeInspiriert von der Idee des ‘‘Food Forest‘‘ (1), soll eine Anlage angelegt werden bestehend aus Obstbäumen, Beerensträuchern, u.v.m. die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Ähnlich wie bei Erdbeer- oder Blumenfeldern können hier Lebensmittel selber geerntet werden nach dem Motto ‘‘pick your own‘‘ und in eine Kasse bezahlt werden, ohne dass ein Verkäufer daneben stehen muss. Das Ziel hierbei ist, dass die Konsumenten einen näheren Bezug zu ihren Nahrungsquellen bekommen und der Verzehr von frischem, regionalen und saisonalen Obst leichter gemacht wird.

(1) ‘Food Forests‘‘ auch ‘‘Forest gardening‘‘ genannt ist eine nachhaltige Methode, verwandt mit dem Ansatz der Permakultur, mit dem hohe Erträge auf nachhaltige Art und Weise erzielt werden können mit vergleichsweisem geringen Einsatz, in dem Pflanzen, wie Frucht und Nussbäume, Sträucher, Kräuter und Rankpflanzen in einem waldähnlichen Ökosystem angebaut werden. Wie im Wald sind die Pflanzen in verschiedene Ebenen übereinander angeordnet (Bodenpflanzen, Sträucher, Bäume) und werden so zusammengesetzt, dass eine bestmögliche Kooperation entsteht.
Kräutergarten und Heilkräuterschule

2016-05-21-wiesensalbeiIm Kräutergarten begegnet der Mensch den alten Heilpflanzen unserer Heimat, zu denen schon eine jahrtausendealte Beziehung besteht. Hier können die Pflanzen mit allen Sinnen erfasst werden. Die Pflanzen dürfen durch die Kräfte der Erde, der Sonne und durch die Liebe der Menschen ihre Heilkräfte individuell auf die Probleme der Menschen zugeschnitten entfalten.

Aus den Kräutern werden liebevoll Tees, Tinkturen, Balsam, Cremes und Extrakte hergestellt, die im Hofladen verkauft werden. Es werden Seminare und Kräuterführungen angeboten, welche die Teilnehmer in das Reich der Pflanzen eintauchen lassen. Langfristig wird angestrebt eine Gärtnerei für Heilpflanzen angelehnt an das Vorzeige-Projekt ‘‘Artemisia‘‘ (1) im Allgäu aufzubauen.

(1) Artemisia ist eine ökologische Gärtnerei im Allgäu mit künstlerisch gestalteten Kräutergärten. Nach eigener Aussage: ‘‘Erde, Pflanze, Tier und Mensch wirken in Ganzheit miteinander und bilden ein lebendiges Gesamtkunstwerk. Die achtsame Arbeit mit Herz und Hand ist uns dabei ebenso selbstverständlich wie die Einhaltung der Richtlinien des ökologischen Landbaus und das werterhaltende Trocknen und Verpacken der handverlesenen Blüten und Blätter.‘‘ www.artemisia.de
Imkerei mit wesengemäßer Bienenhaltung

In vielen Kulturen ist die Biene ein heiliges Tier, und auch ein Symbolbild für die Fruchtbarkeit.hive-1448793_1920 Die Biene ist ein Tier, das stetig im Dienst ist und immer zum Wohle des Ganzen handelt. Bienen sind sehr wichtig für Mensch und Natur, da sie rund 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen bestäuben. Sie tragen damit eine wesentlich zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts bei. Albert Einstein hat schon gesagt „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“. Auch moderne Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Aussterben der Bienen fatale Folgen hätte. Leider geht es den Bienen heutzutage so schlecht wie nie zuvor. Weltweit sterben massenweise ganze Bienenvölker in einer Geschwindigkeit, die es zuvor nie gab. Die eintönigen Landschaften mit immer weniger Artenvielfalt auf den Feldern, der starke Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, Hybride und genmanipulierte Pflanzen, die Blüten ohne Nektar hervorbringen, der Verlust von natürlichen Lebensräumen wie hohle Bäume, eingeschleppte Parasiten wie die Varroamilbe, aber auch die leistungsorientierte Verzüchtung, bei der noch immer fast flächendeckend die Bestrebungen bestehen den natürlichen Vermehrungstrieb der Biene wegzuzüchten, all das verringert die Überlebensfähigkeit unserer Bienen. Allein in Deutschland ist die Zahl der Bienenvölker von 1952 bis heute von 2,5 Millionen auf weniger als 1 Million geschrumpft (1).

Wir möchten in unserem Heilzentrum die Biene wieder als heiliges Tier behandeln, dass es zu schützen und zu ehren gilt. Es wird eine Imkerei aufgebaut mit 30 bis 100 Völkern, mit dem Ziel eine Forschungsstelle zu sein für wesensgemäße Bienenhaltung. Die Bienen werden auf natürliche Weise gehalten und vermehrt. Dabei wird der Fokus drauf gelegt die Biene wieder zu einem selbstständig in der Wildnis überlebensfähigem Tier genesen zu lassen (z.B. Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Erhalten des Vermehrungstrieb). Es geht uns in der Imkerei weniger um die Ertragsmaximierung (wir nehmen z.B. den Bienen nicht den ganzen Honig weg, um ihn mit billigerem Zucker zu ersetzen, sondern gehen achtsam mit dem Ertrag der Biene um), sondern um der Aspekt der Heilung und Genesung der Bienen. Zu dem werden Kurse angeboten um die Themen schamanische Verbindung mit der Biene als Krafttier, wesensgemäße Hobby-Bienenhaltung, Verarbeitung und Anwendung der Bienenprodukte (wie z.B. Kerzenziehen, Propolis selber herstellen oder Honig-Aufstriche zubereiten), Bienenprodukte als Nahrungsergänzungsmittel u.v.m. angeboten. Es wird mit symbiotischen Wohnbeziehungen zwischen Mensch und Biene experimentiert, bei denen z.B. die aromatische Luft des Bienenvolkes direkt in die Wohnluft der Häuser geleitet wird und dort eine heilsame Wirkung entfalten kann. Eine Zusammenarbeit mit Bienenforschungsinstituten wird angestrebt.

(1) Angabe des Deutschen Imkerbundes
Gartencafe

Einmal pro Woche gibt es bei uns das „Gartencafe“ – hier werden mit selbst angebauten biologischen Lebensmitteln vegane Gerichte gezaubert. Das Gartencafe ist für die Öffentlichkeit zugänglich mit dem Ziel unser Zentrum und unsere Lebensphilosophie bekannter zu machen. Das Gartencafe ist auch der Anlaufpunkt, von dem aus Besuchertage durchgeführt werden, an denen es Führungen durch das ganze Gelände gibt und die einzelnen Projekte vorgestellt werden.

 

 

Koch- und Ernährungsschule

germankulalilli014In der Koch- und Ernährungschule wird gelernt, wie man neben leckeren Gerichten auch Lebensmittel gezielt einsetzen und verarbeiten kann, um gewisse Heilwirkungen zu erreichen – Nahrung als Medizin. Essenzieller Bestandteil ist dabei die Herkunft der Lebensmittel, Anbautechniken, Erntezeitpunkt, u.v.m. Weiter in der Verarbeitung der Lebensmittel geht es neben der Lagerfähigkeit z.B. darum durch Fermentation, Einkochen und Kombinieren von bestimmten Pflanzen u.v.m. gewisse Heilwirkungen in den Lebensmitteln zu aktivieren. Hier werden neben Kochkursen auch Ausbildungen zu verschiedenen Ernährungswissenschaften angeboten wie z.B. Ayurveda und TCM. Wir erkennen in der Vielfalt der verschiedenen Ernährungsstile – von Prana Ernährung bis zu Rohkost, Makrobiotik, u.v.m. – , dass nicht jeder Ernährungsstil für jeden das ‘‘Richtige‘‘ sein kann, und legen Wert drauf die Weisheit hinter jeder Tradition zu sehen.

Der Garten als Lernort

img_2308Der Garten wird ein Forschungs- und Bildungszentrum, ein Ort des Lernens und der Begegnung. Regionale sowie internationale Lehrer für Permakultur, Pflanzenheilkunde, Ethnobotanik u.v.m. werden eingeladen, um ihr Wissen im Form von Seminaren und praktischen Projekten weiterzugeben. Auch Schulgruppen können hier auf natürliche Weise in natürlicher Umgebung lernen.

Natürliche Bauten

germankulalilli216tipiHier sollen auch Seminare zum Thema natürliche und experimentelle Bauten stattfinden, bei denen exemplarisch nachhaltige Wohnformen und Bauten errichtet werden, wie z.B. Erddome, Jurten, Lehmbau etc.

Was das Erhalten oder ggf. die Renovierung der Gebäude betrifft, wird immer auf ökologische Baumethoden zurückgegriffen und natürliche nachhaltige Materialien eingesetzt.

Zum Thema natürliche Bauweisen streben wir auch an Menschen mit Wissen über Geomantie, Vastu, Feng Shui für Seminare und Schulungen einzuladen und vor Ort mitwirken zu lassen.

Naturtempel

img_2326temDer Garten soll ein Ort der Schönheit sein. Inspiriert vom Projekt ‘‘Artemisia‘‘ im Allgäu entstehen lebendige Tempel, die uns daran erinnern, dass die Natur ein Haus Gottes ist. Der Garten soll ein Kraftort sein, ein Ort, an dem Menschen sich mit dem Göttlichen verbinden können, ein Ort, an dem die Menschen sich Zeit schenken für Ruhe und Muße, um über die wichtigen Sachen im Leben nachzudenken, sich an altes Wissen zu erinnern und es wieder aktivieren zu können, sich eingeladen fühlen in der Meditation und die Verbindung mit anderen Welten zu vertiefen, in Kommunikation mit dem Pflanz- und Tierreich, mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Wenn wir in die kraftvolle Präsenz der Natur in die Meditation gehen, erinnern wir uns z.B. an den inneren Frieden, der in uns ruht, der in jeder Pflanze, jedem Lebewesen und in jedem Stein zu spüren ist. Wir möchten an manchen Stellen die besondere Qualitäten des Ortes hervorheben, in dem wir dort besondere Zusammenstellungen von Pflanzen, Kraftobjekten wie Skuplturen oder künstlerische Gestaltung einbringen.

Die Naturtempel sind auch ein Ort, wo Segnungsrituale für den Menschen und die Natur, wie z.B. das Agnihotra Feuer Ritual, stattfinden können.

Wildnisschule

In der Wildnis-Schule haben Menschen die Möglichkeit ihre Verbindung zur Natur und zu sich selbst zu vertiefen und sich als Teil der Natur zu fühlen statt getrennt von ihr. Es geht nicht um reines Survival Training, sondern die Sinne und die Wahrnehmung zu trainieren, so wie die Naturvölker das tun. Das Lernen geschieht mit Freude, Neugierde und spielerischer Leichtigkeit. Jeder hat die Möglichkeit zur Selbsterfahrung. Denn nur so kann das Erlernte langfristig abgespeichert werden, wie neuste Erkenntnisse aus der Neurobiologie1 zeigen. Das universelle Wissen von Naturvölkerkern wie z.B. das Wissen der Native Americans wird weitergegeben; inklusive des Kreisgedankens. Wir erfahren die Gemeinschaft und das Miteinander als die Basis, die den Menschen sicher trägt.

(1) (6) Der Neurobiologe Gerald Hüther hat dies in seinen Forschungen bestätigt.
Ein Ort für Kinder

img_3650Der Garten soll auch für Kinder einladend sein: Ein Ort, an dem sie auf natürliche Weise ins Staunen, Lernen und Tun kommen. Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder eine natürliche Beziehung zur Erde bereits in jungen Jahren aufbauen können und ihr Essen nicht nur aus Supermärkten kennen, oder Wälder nur aus Büchern. Im Garten sollen auch besondere Bereiche für Kinder kreiert werden… der eigene Kinder‘‘Garten‘‘, Baumhäuser, Naturspielzeug, Erlebnispfade, Windmusik…

Der Garten wird somit auch zum Ort für Familien, an dem Jahresfeste in Gemeinschaft gefeiert werden und im Sommer auch Familienwochen (Retreats) für Kinder und ihre Eltern stattfinden.

Wir streben an, dass es einen Bereich gibt, der von den Kindern selbst gestaltet wird. Kinder haben die Möglichkeit selber in die Verantwortung zu kommen, ihren eigenen Garten zu gestalten, einen Garten von dem die ‘‘Erwachsenen‘‘ ggf. lernen können.

Wir möchten Schulgruppen einladen, den Ort kennenzulernen, an dem sie unter freiem Himmel ihrer Neugier folgen können und ganz natürlich sich selbst Wissen aneignen.

Autarkie - nachhaltiger Umgang mit Ressourcen

Wir möchten einen liebevollen, achtsamen und respektvollen Umgang mit den Pflanzen, der Erde und den Tieren auf allen Ebenen vorleben. Unser Wunsch ist es kontinuierlich zu erforschen, welche Bedürfnisse essenziell sind und welche aus Bequemlichkeit oder Gewohnheiten sind, so dass wir stets bereit sind unsere Muster neu anzuschauen, zu überdenken und ggf. zu wandeln. Unsere Intention ist es einen nachhaltigen Lebensstil zu führen im Sinne der Wiederherstellung des größtmöglichen Potenzials unserer Umwelt.

Konkret bedeutet das:

1. Energie-Gewinnung aus erneuerbaren Ressourcen

Wir streben an mit der Energie-Gewinnung völlig autark zu werden. Wir haben vor in erneuerbare Energie-Systeme (wie z.B. Sonnenkraft) zu investieren und auch Wald dazu zu kaufen, so dass wir mit der Heizung und Warmwassergewinnung zum größen Teil autark sind – mit der Sonne und dem Holz, das nachhaltig aus dem eigenen Wald erwirtschaftet wird. Wir möchten ein Heilbiotop erschaffen, das von außen unabhängig ist – das heißt alle Bedürfnisse nach Nahrungsmittel und Energie können durch eigene Erzeugnisse erfüllt werden.

2. Sparsamer Umgang mit Energie

Dies bedeutet ganz umzudenken, wie viel Energie wir tatsächlich brauchen und unseren Lebensstil so zu überdenken, dass wir mit einfachen Mitteln unseren Energiekonsum senken können ohne unsere Lebensqualität zu beeinträchtigen. Im besten Fall verbessern wir sie sogar damit. So wird z.B. angestrebt statt Kühlräume für unsere landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu benutzen mehrere kleine Erdkeller bzw. Erdmieten zu bauen direkt am Feld, so dass die Lagerung der Lebensmittel gänzlich ohne Elektrizität stattfinden kann.

3. Wasser als Quelle des Lebens

Wir möchten auch im Bezug auf Wasser autark sein und streben mittelfristig an, ein eigenes Wassersystem aufzubauen inkl. eigener Trinkwasser-Gewinnung mit der Aufbereitung von sauberem Trinkwasser und der Reinigung der Abwässer (wie z.B. durch unsere Pflanzenkläranlage). Außerdem möchten wir die Wasserqualität der bestehenden Teiche durch eine durchdachte Bepflanzung säubern, um sie auch als attraktive Naturbadeteiche nutzen zu können.

‘‘To enable us to do the work of global healing we above all require two sources of life: healthy water and vibrant love. Water is to nature what love is to the human being. Through healing water, we cure nature; through healing love, we cure humankind. ‘‘

Dr. Dieter Duhm

4. Müll-Vermeidung

Beziehungen zu Tieren

img_5850“When we speak of a new planetary community, we are also speaking about the sacred alliance of all fellow creatures, as they all belong to the planetary community.“

Zitat aus „Terra Nova“ von Dieter Dumm

Uns ist es ein Anliegen eine friedliche und vertrauensvolle Beziehung zu den Tieren, mit denen wir unsere Erde teilen, aufzubauen und zu vertiefen. Wir
möchten vor Ort natürliche Biotope für einheimische Tiere schaffen (wie z.B. Frösche, Igel, Rehe, Schlangen, Vögel u.v.m.) und im Zusammenwirken mit den Tieren die Erde vor Ort zu einem
möglichst fruchtbaren Ort werden lassen, im dem das Leben sprudelt. Unsere Beziehungen zu Tieren können uns eine unerschöpflichen Quelle von Wissen, Freundschaft und Seelenfrieden schenken. Es geht uns hierbei darum, auf einer tieferen Ebenen mit den Tieren in Verbindung zu gehen. Wir möchten wieder lernen mit Tieren zu kommunizieren und in Resonanz zu gehen. Jedes Tier hat eine Seele, den göttlichen Funken. Die Kommunikation muss nicht über Wörter gehen, sie kann gefühlt, in Bildern gesehen oder gespürt werden…

Wir möchten auch mit Tieren, die gesellschaftlich als ‘‘Schädlinge‘‘ gelten wie z.B. Schnecken und Ratten friedlich und gewaltfrei in Beziehung sein.

Wir stellen uns folgende Fragen:

Ist es möglich nach Tausenden von Jahren der Ausbeutung uns mit den landwirtschaftlichen Tieren zu versöhnen?

Ist es möglich Tierprodukte wie Bienenhonig und Eier im (energetischen) Einverständnis mit den Tieren zu erhalten?

Können wir Tiere unterstützen durch unsere positiven Gedanken, Mitgefühl, Liebe, doch auch Musik und andere Heilrichtungen?

Eine vegetarische Ernährung liegt uns sehr am Herzen, In diesem Rahmen möchten wir jedoch gerne einige Tiere mit in die Landwirtschaft einbeziehen (wie z.B. Laufenten, Schafe…). Eine eigene Hühnerhaltung mit freilebenden Hühnern von alten Rassen wird angestrebt.

Fast alle Kinder empfinden Freude im Beisammensein mit Tieren. Wir möchten Kinder in die Zusammenarbeit mit den Tieren miteinbeziehen. Wir können auf dieser Ebene viel von Ihnen lernen.

Unternehmer der neuen Zeit / Gemeinwohlökonomie

Ökologische Unternehmensberatung & Business-Team-Coaching für den Erfolg in der Neuen Zeit.

Wir möchten ein unterstützendes Angebot an bestehende Unternehmen als auch an Start Ups richten ihr Geschäft auf eine Weise aufzubauen oder umzuwandeln, dass es zu win-win Situationen auch in Bezug auf Heilung der Erde kommt. Wir sind der Überzeugung, dass auch wirtschaftlich nur noch Unternehmen wirklich langfristig im Umfeld des globalen Wandels erfolgreich sein können, die ihre Ziele ethisch, integer, ökologisch, nachhaltig und in Verantwortung mit der Umwelt verfolgen und damit ein wertvolles Geschenk für diese Erde sind. Das betrifft nicht nur die Fokussierung auf entsprechende Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch Grundsätze in der Unternehmens- und Personalführung, Produktionstechniken, Gebäudemanagement, Vernetzung und Partnerschaften etc.

Die Unternehmer dieser Erde liegen uns besonders am Herzen, da sie einen enormen Einfluß auf die globale Entwicklung haben. Sie sind es, die Projekte umsetzen und „auf die Erde bringen“.

Schon die Gründerväter unserer bis heute gültigen bayrischen Verfassung haben festgelegt, dass eine wirtschaftliche Tätigkeit an das Gemeinwohl gebunden sein muss (Art. 151), was leider bislang nicht konsequent umgesetzt wurde.