Unsere Vision der Gemeinschaft als Heilbiotop

 

“Zweifle niemals daran, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer und entschlossener Menschen die Welt verändern kann.
In der Tat ist das das Einzige, was die Welt jemals verändert hat.“
– Margaret Mead

An unserem Platz in Ischl, möchten wir  im Dienste des globalen Bewusstseinswandels, ein Heilbiotop ins Leben rufen, das der Liebe, dem Wachsen und dem Leben gewidmet ist – Einen Raum, in dem Heilarbeit auf allen Ebenen stattfinden kann: Heilarbeit für die Erde, für die Menschen, Kinder, Frauen und Männer, für die Jüngsten und die Ältesten, für die Ahnen und für das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich. Heilarbeit auf den physischen, seelischen, emotionalen, geistigen, energetischen und zwischenmenschlichen Ebenen des Lebens. 

 

Der Kern unserer Vision als Gemeinschaft ist ein Feld der tiefen Verbundenheit mit der Heiligkeit des Lebens zu kreieren, das auf Kooperation aufbaut. Wir verstehen das Wort heilig im Sinne von „heil“ oder „ganz“. Wir Menschen können das Heilige zwar nicht mit unserem Verstand begreifen, aber wir können unser Bestes tun, das Heilige zu sehen und zu spüren. Wir alle können diese Energie spüren. Wenn das Wasser pur ist, ist es heilig, wenn die Luft rein ist, ist sie heilig, wenn uns die Erde aus ihrer Fülle Essen schenkt, ist das heilig. Wir möchten ein Feld schaffen wo wir individuell und gemeinschaftlich unsere Augen und unsere Herzen für das Heilige öffnen. Denn somit können wir uns wieder mit dem Kompass unseres Herzens verbinden, der uns lebensbejahende neue Wege aufzeigt, die uns in eine Welt führen, die „heiler und schöner ist, als wir uns in unseren kühnsten Träumen ausmalen konnten“ (Zitat von Charles Eisenstein aus seinem Essay „The Coronation“).

Dafür müssen wir auch bereit sein, alte Pfade zu verlassen. Wir möchten erforschen, wie ein Lebensstil aussehen kann, der den tiefsten, ethischen Werten unseres Herzens, wie z.B. unsere Liebe für die Schöpfung, entspricht. Diese Forschungsreise erweckt unsere Schöpferkraft und wir möchten gemeinsam den Fragen nachgehen: Welche Welt möchten wir kreieren? Welche Schritte können wir als nächstes gehen? Welche Teile von mir hängen noch an der alten Geschichte der Trennung?

 

Wir möchten die innere Arbeit und das Leben in Gemeinschaft als Werkzeuge benutzen, um unseren Beitrag für eine friedvolle, gerechte und ökologisch intakte Welt zu leisten. Auch wenn sich unser Zentrum in wunderschöner Umgebung befindet, sind wir dennoch verbunden mit dem Leid und Schmerz, der in der Welt geschieht. Themen wie die Zerstörung der Natur, Verlust der Grundrechte, die Macht der Konzerne, Rassismus, Sexismus, Menschenhandel, Welthunger, Kriege, Klimawandel und so vieles mehr können uns überwältigen und unüberwindbar erscheinen. Sie können in uns Gefühle wie Angst, Stress und Verzweiflung erzeugen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf eine spirituelle Praxis und die Kraft der Gemeinschaft stützen können.

Wir möchten einen Ort schaffen, an dem jeder auf seinem eigenen Heilungsweg unterstützt wird und wir füreinander Raum halten können für radikale Selbsterforschung und Ehrlichkeit über unsere eigenen Schatten und Anteile an dem Zustand der Welt. Denn wir sind der Auffassung, dass die Wurzeln für alle Probleme, die es in unserer Gesellschaft gibt, als Samen auch in uns liegen.

Als Menschen, die sich auf den Weg des Heilens begeben haben, ist es von großer Wichtigkeit, dass wir uns dieser unbequemen Wahrheit individuell und gemeinschaftlich stellen.

‘‘Die unfassliche Gewalt, mit der heute weltweit gegen Menschen und Tiere vorgegangen wird, ist die Aktion verschlossener Herzen. Sie ist auch die Aktion von Banken, Logen und Konzernen, aber deren Pläne können nur durchgeführt werden von einer Gesellschaft, die an kollektivem Herzverschluss leidet.‘‘
– Dieter Duhm

Wir möchten mit unserem Projekt eine weitere Keimzelle in der globalen Gemeinschaft sein für eine Zukunft ohne Krieg und Ausbeutung und eine menschliche Kultur des Friedens. Nur im WIR kann dieser Traum einer neuen Erde geboren und in die Welt gebracht werden. Und zu solch einem WIR möchten wir einladen.

 

Wir möchten eine Forschungsstätte sein, eine Form des Miteinanders zu leben, die getragen ist von Mitgefühl, Achtsamkeit, Vertrauen und Herzlichkeit. Unser tiefer Wunsch ist es, im Einklang mit unserem Herzen und in der Harmonie mit dem Land, den Tieren und unseren Mitmenschen zu leben.  Wir möchten voller Annahme und Mitgefühl sein für unseren aktuellen inneren Zustand und die Situation, in der wir jetzt gerade stehen, aber dennoch gemeinsam eine klare Ausrichtung halten und unsere Werte im Alltag leben. Wir möchten für uns selbst und für einander eine Haltung von Mitgefühl, Akzeptanz, Vergebung damit auch und ein gewisses Maß an „Fehlerfreude“ kultivieren und gleichzeitig ist es unser Ziel JETZT anzufangen eine neue Kultur aufzubauen und das zu tun, was jetzt möglich ist, ein Schritt nach dem nächsten. Wir möchten uns stets von der großen Vision führen lassen.  Und unsere Fähigkeit, immer und immer wieder aufzustehen, wenn wir auf unserem Weg stolpern, stärken. Wir möchten uns in der Gemeinschaft gegenseitig darin unterstützen uns auszurichten im Dienst des Lebens, dem Großen Geist und der Liebe. Dafür halten wir gemeinsam verschiedene Vereinbarungen/Commitments ein, die uns darin unterstützen, unsere Ausrichtung zu halten und ein kraftvolles Feld zu bilden.

 

Wir möchten ein lebendiger Ort sein, an dem viele Menschen teilhaben können: Z.B. an Selbstversorger-Projekten, Wissensvermittlung, Kur- und Heilungs-Aufenthalten. Wir streben an, vor Ort ein blühendes gemeinschaftliches Miteinander zu kultivieren. Im angegliederten Seminarhaus sollen Community Gatherings zur Stärkung und zum Erleben der Kreiskultur, Wissensvermittlung und Retreats stattfinden. Wir möchten ein Ort sein, an dem die Werkzeuge die gebraucht werden, um eine schönere Welt aufzubauen, großzügig weitergegeben werden. Es ist unser Herzensanliegen ein Leuchtturm der Hoffnung zu sein und das Leben vieler Menschen zu berühren. Gemeinsam möchten wir die Fackel der Liebe, des Friedens und der Nächstenliebe hochhalten. Wir möchten ein Lichtpunkt sein für andere und gemeinsam mit anderen Gemeinschaften, die sich die Heilung gewidmet haben, eine Lichterkette um die ganze Welt bilden. Es ist unser Ziel Teil eines globalen Netzwerkes von Change-makers und Schützern des Lebens zu sein. Unser großer Wunsch ist es einen Raum zu schaffen, in dem die Menschen die uns besuchen kommen den Kontakt mit ihrem Herzen stärken und die nährende und stärkende Kraft von Gemeinschaft erfahren werden kann. Wir arbeiten lokal, in dem wir uns mit dem Land unter unseren Füßen verbinden und uns mit den Menschen in unsere Umgebung vernetzen, aber mit einer globalen Perspektive. Wir möchten uns mit anderen Gemeinschaften und Initiativen verbinden und ihre Mitglieder zu uns für die Wissensvermittlung zu verschiedenen Themenbereichen, wie z.B. „Sacred Activism“, Tiefenökologie, Kreiskultur und Permakultur einladen. In unserem Zentrum möchten wir eine ganz besondere Qualität der Herzverbundenheit, Achtsamkeit und der Selbstverantwortung kultivieren, ein Feld, in dem Heilung auf ganz natürliche Weise stattfinden kann.

Wir möchten Menschen einladen Teil der Gemeinschaft zu sein, die in unserer Vision für einen heilsamen Umgang mit der Erde, allen ihren Bewohnern und ihren Mitmenschen, ihre eigene Vision wiedererkennen. Menschen die Freude und Begeisterung spüren, ihr spirituelles Bewusstsein in Form von ihren Taten, ihren Handlungen, ihrem Lebensstil, ihrem zwischenmenschlichen Zusammensein, ihrem Verantwortungsbewusstsein für die Erde und für alle Lebewesen umzusetzen. Wir unterstützen uns auch in dem jeder in den Bereichen, in den er/sie jeweils besonders kraftvoll ist, ein Vorreiter sein kann. So können wir uns gegenseitig inspirieren und erheben.

 

Wir laden Euch ein, dies mit uns umzusetzen!

In coherency, humanity’s creative powers are boundless. the power of our collective will when we agree on what is important. What else might we achieve, in coherency? What do we want to achieve, and what world shall we create? That is always the next question when anyone awakens to their power.“
Charles Eisenstein

Werte der Gemeinschaft:

Kultur des Vertrauens

Wir möchten miteinander eine Kultur des Vertrauens aufbauen. Die Gewissheit, dass alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, das größer ist als die persönlichen Interessen und Bedürfnisse der Beteiligten, bildet die Basis für unser Vertrauen in einander.  Gefühle wie Missgunst oder Mistrauen bekommen dann keine Energie. So kann das individuelle erblühen und kraftvoll zum Ausdruck kommen. Wir schaffen auch Vertrauen untereinander in dem  wir uns füreinander durchschaubar machen und es wagen, unsere Wahrheit zu zeigen. Wir üben uns darin, achtsam und ehrlich zu sagen was uns am Herzen liegt. Wir achten sowohl auf das Wohl des Einzelnen, als auch auf das Wohl des Ganzen. Das geht Hand in Hand.

Wir orientieren uns an den Schlüsselerkenntnissen der Tamera Gemeinschaft, die seit über 40 Jahren sehr erfolgreich und kraftvoll wirkt. Lese hier:

https://www.tamera.org/de/aufbau-von-gemeinschaft/#

Kooperation mit der Natur

“When we walk the path of cooperation with nature, we will find one day that a word like paradise is no longer just a religious concept. Rather, it is what we are striving for with our lives, our actions and our work.“
– Sabine Lichtenfels

Die Stärke und das Glück, dass wir in unserer Gemeinschaft erfahren, nährt sich aus unserem verbundenen, achtsamen und liebevollen Leben im Einklang mit der Natur im Innen wie im Außen. Wir möchten individuell und gemeinsam darin wachsen, unsere Augen für die Heiligkeit des Lebens zu öffnen, so dass es selbstverständlich wird, lebensbejahende Wege zu wählen für die ganze Gemeinschaft des Lebens. Hier nutzen wir das Wort Gemeinschaft im Sinne des indigenen Verständnisses. Gemeinschaft ist hier nicht auf die engste Blutsverwandtschaft oder Glaubensrichtung beschränkt, sondern dehnt sich aus und umfasst alle Wesen: Alle Menschen, Tiere, Pflanzen, Flüsse, Berge, Wälder…  Wie die Lakota sagen, Aho Mitakuye Oyasin: Ich grüße alle meine Verwandten!

Wir möchten ein Feld des Friedens und der Harmonie mit der Natur aufbauen. So streben wir mit der Selbstversorgung nach Permakulturprinzipien an, nicht nur unsere direkte Verbindung zur Mutter Erde als Spenderin des Lebens zu nähren, sondern möchten ihr auch etwas zurückgeben in dem wir den Boden wiederaufbauen und Lebensräume aufbauen für die Insekten- und Tierwelt. Frieden ist etwas was wir aktiv kreieren möchten, nicht nur mit unseren guten Gedanken und Herzen, aber auch mit unseren Händen – mit unserem Körper. Einer der wertvollsten Sachen, die wir momentan machen können, für die Heilung auf diesem Planeten, ist einen Garten zu pflanzen: einen Garten für die Neue Erde, voller Medizin für uns selber, die Gemeinschaft und die Pflanzen- und Tierwelt. Sich mit der Natur auszurichten, Dankbarkeit zu üben und der Erde etwas zurückzugeben, indem man den Boden wieder aufbaut und Lebensräume für wild lebende Tiere schafft, ist einer der wertvollsten Dinge, die wir in diesen Zeiten machen können. Und mit dem Wissen, dass die Transformation und Heilung unserer Nahrungsmittelsysteme die Kraft hat, viele Wunden der Welt zu heilen, ist der Bau eines Gartens auch eines der radikalsten Werkzeuge für Aktivismus und Friedensarbeit, die uns derzeit zur Verfügung stehen. Zeit im Garten hilft uns auch, uns tiefer in dem Frieden der Natur zu verwurzeln. Auch an unserem schönen Platz sind wir nicht immun gegen die Wellen der existenziellen Angst die durch das Netz der Gesellschaft zu uns hindurchdringen, aber wenn unsere Wurzeln tiefer werden, werden wir wie starke Bäume, die den Wind zwar spüren, aber sich nicht von ihm nieder werfen lassen.

„In this period of the end of the world, how do we sow the seeds of a possible world? The first: every young person should recognize that working with their hands and their hearts and their minds interconnected, is the highest evolution of our species. Working with our hands is not a degradation, it’s our real humanity! Start a garden, create a playground in the way you grow food. Save seeds. Cook. Create communities. We are not automised producers and consumers, we are part of the Earth family, we are part of a human family, we are part of a food community. Food connects us. Everything is food. And finally, never be afraid of deceitful, dishonest, brutal power. That is true freedom“
– Vandana Shiva

Lebendige Spiritualität und Potenzialentfaltung

Unsere Verbindlichkeit bzgl. unserer eigenen spirituellen Praxis hilft jedem Einzelnen in seiner Kraft, in seiner Mitte, in seinem Herzen verankert zu sein. Die Verbindung mit dem Göttlichen ist etwas was wir tagtäglich leben möchten, im jeweiligen Jetzt-Moment. Wir unterstützen uns gegenseitig auf unserem spirituellen Weg, auch wenn wir aus verschiedenen Traditionen kommen, ist es die Liebe, die uns alle trägt. Wir investieren regelmäßig Zeit dafür in der inneren Ausrichtung zu bleiben, sowohl durch unsere Selbstpraxis als auch durch die spirituelle Praxis in der Gemeinschaft, wie z.B. einen Hausaltar den wir gemeinsam pflegen und eine gemeinsame Danksagung vor dem Essen. Für uns ist es wichtig Formen zu finden, in denen wir gemeinsam praktizieren können, nicht nur jeder für sich alleine. Wir möchten spielerisch damit experimentieren wie wir gemeinsam unsere Anbindung zum Großen Geist stärken können, z.B. in dem wir gemeinsam meditieren, Yoga üben, beten oder gemeinsam unserer individuelle Morgenpraxis, die bei jedem sehr unterschiedlich aussehen kann, nachgehen.

 

Wir möchten einen Raum kreieren, in dem jeder sich selbst entfalten, seine Vision leben, in seiner Kraft erblühen und auch Führung übernehmen kann nach dem Motto ‘‘Lead by your example‘‘.Wir möchten uns auch in der Potenzialentfaltung gegenseitig unterstützen, und im Sinne  der buddhistischen Tugend „Mudita“ (die Mitfreude), uns über das Wachstum und die Erfolge der Anderen freuen und uns davon inspirieren lassen. Uns gegenseitig zu ermutigen und zu ermächtigen sind wichtige Werte für uns die wir im Alltag leben möchten.

Gelebte Kreiskultur

“Die ersten Kreise bildeten sich um die Feuer unserer Vorfahren.Bis heute ist die Mitte des Kreises ein verbindender Ort, an dem wir unsere Unterschiede zu befruchtenden gemeinsamen Bildern zusammenfügen können.Voraussetzung hierfür ist die Fähigkeit, miteinander statt gegeneinander zu reden.“
– Vivian Dittmar, Begründerin von Be The Change Deutschland

In der Kreiskultur geht es darum, dass jeder gesehen und gehört wird und gemeinsam ein Raum geschaffen wird, in dem mehr entstehen kann als die Summe aller Anwesenden. Ein Raum, in dem sich jeder geschützt und getragen fühlt, ein Raum, in dem aus vielen “Ichs“ ein “WIR“ wird. Ein Werkzeug aus der Kreiskultur heißt ‘‘Council‘‘. Im “Council“ geht es darum, das aufrichtige Zuhören zu üben und im Gegenzug selber das Geschenk zu empfangen, wirklich gehört zu werden. Dies erfüllt das grundlegende Bedürfnis, richtig gehört und verstanden zu werden. Beim Mitteilen und Zuhören spielen die Werte der gewaltfreien Kommunikation eine große Rolle. Die gewaltfreie Kommunikation (Abkürzung GFK) ist ein Konzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde, dem jedoch im Prinzip jede Art des liebevollen Miteinanders zugrunde liegt. Heute wird es oft ‘‘wertschätzende Kommunikation‘‘ genannt. Es geht darum, so miteinander umzugehen, dass wir als Menschen zueinander finden und dass durch die Kommunikation mehr Vertrauen, Freude und Verbundenheit entsteht. Ganz wichtig dabei ist, dass wir mit unseren Gefühlen und Wahrnehmungen bei uns und unseren Bedürfnissen bleiben, statt als Fokus die Fehlhaltung im Anderen zu suchen oder zu betonen. Durch die gegenseitige Wertschätzung können kreative Möglichkeiten für Kooperationen und Lösungsfindungen bei Konflikten entstehen. Manchmal wird GFK auch als “Sprache des Herzens“ bezeichnet. Kreise können für Konfliktlösungen benutzt werden, für das gegenseitige Mitteilen, doch auch zum Feiern, für die Heilung oder für Visionen. Indem wir uns in der Kreiskultur üben und das Miteinander gegenüber dem Konkurrenzdenken vorziehen, tragen wir zu einer “sanften Revolution“ des globalen Bewusstseinswandels bei.

In der Kreiskultur richten wir unseren Blick nach der Schönheit aus, haben einen Blick für das, was schön, gut und heil ist im Gegenüber, sehen mit den Augen unseres Herzens. Dieser Blick ist nicht kurzsichtig, sondern ein Weitblick. Wir setzen unsere Stimme ein als Werkzeug der Heilung und üben uns darin unsere Herzen die Wörter wählen zu lassen, so dass wir gemeinsam eine neue heilsame Sprachkultur kultivieren. Wir legen großen Wert darauf, integer und wahrhaftig zu sein. Die eigene Wahrheit zu leben, zu teilen, mit Achtsamkeit, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung aus einer Haltung der Liebe heraus. Auf diese Art möchten wir das noch vorherrschende zwischenmenschliche Klima auf dieser Welt, das oft von Konkurrenz, Angst und Gewalt geprägt ist, durch ein neues universelles Informationsfeld der Liebe, Vertrauen und Kooperation ersetzen.

Die Kreiskultur bildet die Basis unseres menschlichen Miteinanders. Wir experimentieren aber auch mit anderen Formen der Kommunikation und Entscheidungfindung in der Gemeinschaft, wie z.B. das Forum.

 

Richtlinien des Councils und allgemein unserer Kreise:

  1. Eine wichtige Regel des Councils ist die Vertraulichkeit. Was im Council gesagt wird, bleibt auch im Council und wird nicht nach Außen getragen. Diese Vertraulichkeit erschafft den sicheren Rahmen, in dem die Teilnehmer sich trauen können, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen.
  2. Derjenige der den Redestab hat, darf sprechen. Alle anderen hören zu. Impulse von den Zuhörern zu Zwischenrufen, Kommentaren oder sonstigen Unterbrechungen werden zurückgehalten. Außnahmen gelten nur, wenn spezielle Rollen vergeben werden, die für das Einhalten der Regeln zuständig sind (Time-Keeper etc.) Wir empfinden den Redestab als ein heiliges Instrument. Derjenige der ihn hält, bekommt die volle Aufmerksamkeit von Allen.
  3. Wir haben die Absicht stets vom Herzen zu sprechen. Das bedeutet die Wörter zu wählen die aus dem Herzen kommen und unserer höchsten Wahrheit entsprechen. Unser Herz hat den Mut sich ehrlich mitzuteilen und die Liebe um die Wörter achtsam zu wählen. Das Herz fühlt. Wir sprechen auch die Gefühlsebene damit an.
  4. Wir haben die Absicht vom Herzen zuzuhören. Ohne Urteil und Wertung, mit einem offenen, mitfühlenden Herz. Wir versuchen den Menschen der gerade redet zu verstehen. Und wenn wir selbst reden, lauschen wir aufmerksam nach innen was sich mitteilen möchte.
  5. Sei im Moment. Wenn jemand anderes redet, höre zu. Plane nicht was du sagen möchtest, während ein anderer spricht. Erst wenn du präsent bist, kannst du wirklich gut zuhören. Wenn du deine Überlegungen beiseite legst, kannst du selber den Schatz der in dir ist entdecken.
  6. Teile das Wesentliche mit. Wir respektieren die Zeit der Anderen in dem wir das Wesentliche teilen, nicht mehr, nicht weniger.
  7. Der Council wird gemeinsam begonnen und gemeinsam beendet. Auch wenn intensive Gefühle hochkommen, verpflichten wir uns bis zum Ende zu bleiben und den Council gemeinsam abzuschließen.
Kompetenzhierarchie

Jeder ist ermutigt in den Bereichen in denen er oder sie besonders kompetent ist und sich gerufen fühlt, die Führung zu übernehmen („do not look outside yourself for the leader“).  Gemeinschaft heißt für uns nicht, dass grundsätzlich alle das Gleiche tun und in allen Bereichen die gleiche Mitsprache haben. Vielmehr kann es dabei sehr unterschiedliche Rollen geben, die sich dynamisch wechseln können, je nachdem was gerade gebraucht wird. Auf diese Weise werden Entscheidungsprozesse sinnvoll abgekürzt und wir bleiben als Gemeinschaft handlungsfähig, spontan und schlagkräftig. Grundlage dafür ist ein gegenseitiges Vertrauen, dass wir immer in Sinne der Vision arbeiten und unser Bestes geben. Inspiriert von den Leitlinien der Gemeinschaft Go & Change „suchen wir immer weiter nach noch höheren und liebevolleren Perspektiven, um unser Handeln danach auszurichten. Je mehr jemand dazu fähig ist, Perspektiven zu leben, die dem Wohle aller dienen, desto mehr ist er demnach auch an der Leitung und Ausrichtung der Gemeinschaft beteiligt.“

Gemeinsame Ausrichtung zu der wir einladen in der Gemeinschaft:

Wir möchten vor Ort ein Feld aufbauen in dem wir uns auf das Wesentliche besinnen und uns nicht ablenken lassen von dem durcheinander der Gesellschaft. Gemeinsam stehen wir für Werte ein, wie z.B. das Heilige zu schützen und in unserer Lebensweise integer zu sein. Aus dieser Haltung heraus, ergibt sich unsere Ausrichtung zu den untenstehenden Punkte. Wir Bewohner unterstützen uns dabei das beschriebene Ideal zu erreichen. Es ist gibt keine Erwartung von Perfektion, aber den Wunsch, in allen alltäglichen Handlungen unserem Herzen zu folgen und integer zu sein.

 Von unseren Gästen wird erwartet, dass sie unsere Vereinbarungen respektieren. So können wir gemeinsam ein Feld schaffen der das Heilige ehrt.

Essen

Wir möchten unsere Verbindung zur Natur stärken und unseren Beitrag zu der Gesundung der Nahrungsmittelsysteme leisten, in dem wir uns so weit wie möglich selbst versorgen von dem was das Land uns schenkt. Wenn wir für die Gemeinschaft oder Gäste Lebensmittel dazu kaufen, geben wir unser bestes die Lebensmittel zu wählen, die am meisten im Einklang mit unseren Werten angebaut wurden, d.h. bio-vegetarisch, bei Gemüse möglichst samenfeste Sorten, bei tierischen Produkten möglichst gewaltfrei gewonnen und alles möglichst regional und aus landwirtschaftlichen Betriebsweisen die die Erde regenerieren anstatt sie abzubauen und bei denen die Menschen in der Produktions- und Handelskette menschenwürdig behandelt werden. Wir möchten unsere Einkäufe so bewusst wie möglich machen, aus dem Wissen heraus, welche Macht wir damit ausüben können – die Macht das Leben und die Vielfalt zu unterstützen, oder Monokultur und Krankheit zu wählen.

Tierische Produkte idealerweise nur von Tieren, die mit uns leben und ihre Eier, Honig etc. gewaltfrei teilen können. Idealerweise nur Lebensmittel die keine Einwegverpackungen (insbesondere Plastik) benötigen.

Zudem streben wir an, Nahrung als Medizin zu betrachten, nicht als Konsumgut. Wir versuchen nur zu essen, wenn wir Hunger haben, bzw. wenn es gut für unseren Körper ist. Keine Verschwendung von Lebensmitteln – alle Reste werden sinnvoll verwertet oder den Tieren gefüttert. Möglichst keine raffinierten Produkte (Weißmehl, Zucker etc.). Besonders bei unseren Kindern, achten wir darauf, dass sie zuhause möglichst wenig (idealerweise gar keine) Lebensmittel mit raffinierten Produkten essen. Beim Kochen und Essen wird auf Bewusstheit und liebevolle Präsenz geachtet, um die Schwingung des Essens zu erhöhen (kein Multi-Tasking, keine schwierigen Themen parallel besprechen, etc.). Vor dem Essen gibt es ein Dankbarkeits-Ritual (Gebet, Stille, Singen etc.)

 

Verbindliche Vereinbarung:

In den gemeinsam genutzten Innenräumen sollen nur vegetarische Lebensmittel mit Tendenz vegan aus Bio-, Eigenanbau oder vergleichbarer Qualität, insbesondere bei tierischen Produkten verwendet werden. Wenn für die Gemeinschaft eingekauft wird, achten wir darauf möglichst verpackungsarm, samenfest und regional zu kaufen.

Umgang, Grundeinstellung

Die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens sind Liebe, Licht und Wahrhaftigkeit. Der Umgang unter uns selbst und allen unseren Mitmenschen soll friedlich, ehrlich, liebevoll und achtsam erfolgen. Wir treffen uns unter der Woche täglich zum Morgenkreis und mindestens einmal pro Woche führen wir einen Council Redekreis (Dauer ca. 2 St.). Bei Bedarf kann das mehr sein. Je nach Möglichkeiten machen wir alle paar Monate ein Gemeinschaftswochenende o. ä. bei dem wir uns noch intensiver begegnen, täglich Council machen und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Wir wollen unseren Willen und unser Handeln dem höchsten Wohle allen Lebens widmen. Alles Streben und Handeln soll ständig überprüft werden, ob es der Entwicklung unseres höchsten Selbst dient oder es bremst und zum höchsten Wohle allen Lebens ist und ob noch eine höhere, liebevollere Perspektive eingenommen werden kann. Wir sind immer für einander offen uns diesbezüglich auf den richtigen Weg zu helfen und üben uns aber auch in Feingefühl und Achtsamkeit, wann bzw. in welcher Form dies angenommen werden kann und angebracht ist.

Verbindliche Vereinbarung:
Die Bereitschaft, sich unter der Woche täglich (bei Anwesenheit) zum Morgenkreis zu treffen, und einmal pro Woche beim Council Redekreis dabei zu sein. Die Bereitschaft die Vereinbarungen des Councils einzuhalten. Keine Angriffe (physisch, psychisch, verbal oder subtil), keine Lästereien

Alkohol, Tabak, Substanzen

Wir sehen in einigen Substanzen, die in unserer Gesellschaft als Sucht- oder Genussmittel gebraucht werden grundsätzlich auch das Potential eine wertvolle Medizin zu sein. Diese heilsamen Wirkungen können sich aber nur dann entfalten, wenn sie im richtigen Bewusstsein und im richtigen Setting genommen werden. Ein unvorsichtiger, oder gewohnheitsmäßiger Gebrauch verwässert die Heilenergie dieser Substanzen, nimmt ihnen ihre Kraft und kann sich auf die Menschen sogar dämonisch und schädlich auswirken. Ebenso kritisch sehen wir den Gebrauch jeglicher Mittel zur Realitätsflucht.

Verbindliche Vereinbarung:
In dem gesamten Anwesen ist das Rauchen strikt verboten. Die einzige Ausnahme bildet hier das zeremonielle Rauchen von Tabak, wie z.B. bei der Friedenspfeife. Alkohol und andere berauschenden Mittel dürfen außerhalb von zeremoniellen Settings nur in dem Maße getrunken werden, dass es keine negativen Verhaltensveränderungen oder erkennbare, geistige Einschränkungen hervorruft.

Medien

Über die Medien, insbesondere die neuen Medien, haben wir ein kraftvolles Werkzeug in der Hand, um an Informationen zu kommen und uns zu vernetzen. Gleichzeitig bergen die Medien die Gefahr, dass wir uns damit von der Realität ablenken, uns mit unwichtigen oder kontraproduktiven Gedanken beschäftigen und von unserer eigentlichen Vision abgelenkt werden. Daher möchten wir uns fokussieren, nur die „guten“ Seiten der Medien zu nutzen und uns nicht darin zu verlieren.

Gerade bei Kindern sind inzwischen die schädlichen Auswirkungen von Medienkonsum auf die Entwicklung belegt. Für die Kinder orientieren wir uns deswegen diesbezüglich an der Waldorfpädagogik.

 

Verbindliche Vereinbarung:
Wir Erwachsenen üben uns in einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien, insbesondere wollen wir auf Filme, Tonstücke oder Spiele verzichten, die Angst- oder Gewaltszenarien verherrlichen (z.B. Horrorfilme) oder ungesunde Muster nähren. In den gemeinsam genutzten Räumen sollen Medien nur nach Absprache mit den anderen Mitbewohnern konsumiert werden. In der Kindererziehung besteht der Konsens, dass Medien so sparsam wie überhaupt möglich eingesetzt werden. Es sollte auf keinen Fall dazu kommen, dass die Kinder untereinander neidisch auf einander werden, weil andere Gemeinschaftsmitglieder mit ihren Kindern damit „lockerer“ umgehen. Wenn die Kinder

Tiere